Europäisches Solidaritätszentrum

Europäisches Solidaritätszentrum

Das Europäische Solidaritätszentrum ist ein großes Museum und eine Bibliothek, die einen detaillierten Überblick über die moderne Geschichte Polens bietet – vom Aufstieg des kommunistischen Regimes bis zu dessen Sturz, dessen Wurzeln genau hier in Danzig liegen.

Das Zentrum ist seit 2014 in Betrieb, als ein großes, brandneues Gebäude im interessanten Industriestil eröffnet wurde. Die Fassade ist vollständig mit sogenanntem Cortenstahl verkleidet, was die industrielle Umgebung widerspiegelt, in der die zivile Widerstandsbewegung gegen das kommunistische Regime entstand.

Ausstellungen im Museum

Neben dem Museum beherbergt das Gebäude auch ein Forschungszentrum zur Erforschung totalitärer Regime sowie eine umfangreiche Bibliothek.

In den interaktiven Dauerausstellungen können Sie mehr als 2.000 Exponate aus der kommunistischen Ära sowie eine äußerst detaillierte Darstellung des Aufstiegs der Gewerkschaftsbewegung und des Niedergangs des Sozialismus in Polen erkunden. Neben Informationstafeln gibt es mehrere Räume mit Bildschirmen, auf denen Dokumentarfilme gezeigt werden.

Eintritt und Öffnungszeiten

Die Öffnungszeiten variieren je nach Jahreszeit und Wochentag; die aktuellsten Informationen finden Sie auf der Website des Zentrums.

Oktober–April

  • Montag, Mittwoch bis Freitag: 10:00–17:00 Uhr
  • Samstag und Sonntag: 10:00–18:00 Uhr
  • Dienstag: geschlossen

Mai–September

  • Montag bis Freitag: 10.00–19.00 Uhr
  • Samstag und Sonntag: 10.00–20.00 Uhr

Die Eintrittspreise sind wiefolgt:

  • 40 PLN – Erwachsene
  • 35 PLN – Kinder unter 19 Jahren, Studenten unter 26 Jahren und Senioren ab 65 Jahren

Muss man die Eintrittskarten online reservieren?

Da die Besucherzahl im Museum begrenzt ist, empfiehlt es sich, die Eintrittskarte mindestens einen Tag im Voraus über die offizielle Website zu kaufen.

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Die Geschichte der polnischen Freiheit

Das Europäische Solidaritätszentrum bietet einen hervorragenden Überblick über die moderne Geschichte Polens und deren Auswirkungen auf den gesamten ehemaligen Ostblock.

Viele Historiker sind sich einig, dass am 31. August 1980 in den Danziger Werften der langsame Zusammenbruch der kommunistischen Regime in ganz Osteuropa begann. An diesem Tag erreichte eine Streikwelle ihren Höhepunkt, wobei der längste Streik in den örtlichen Werften (Stocznia Gdańska) stattfand. Die allererste Vereinbarung über die Legalisierung unabhängiger Gewerkschaften wurde mit der Regierungspartei unterzeichnet und signalisierte damit das Ende ihres Machtmonopols.

Die Gewerkschaftsbewegung in den Danziger Werftennannte sich „Solidarność“, was „Solidarität“ bedeutet. Angeführt wurde sie von Lech Wałęsa, einem Elektriker, der später Präsident der neu befreiten Republik Polen wurde.

Anfahrt zum Solidaritätszentrum

Das Europäische Solidaritätszentrum liegt nördlich des Stadtzentrums, weniger als 2 km zu Fuß vom Hauptplatz entfernt.

Direkt am Platz mit dem hohen Denkmal befindet sich die Straßenbahnhaltestelle „Plac Solidarności“, die von den Linien 7, 8 und 10 angefahren wird. Alle diese Linien fahren vom Hauptbahnhof Danzig ab, von wo aus man das Zentrum in nur 3 Minuten (1 Haltestelle) erreicht.

Was es in der Umgebung zu sehen gibt

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