Beinhaus von Hallstatt

Das Beinhaus in Hallstatt

Das Hallstätter Beinhaus befindet sich in der St.-Michael-Kapelle neben der katholischen Kirche Mariä Himmelfahrt.

In einem einzigen kleinen Raum sind 1.200 menschliche Schädel untergebracht , von denen 610 mit Malereien, Namen oder Datumsangaben verziert sind. Für die Besichtigung des Beinhauses selbst benötigen Sie etwa 10 Minuten; planen Sie 30–45 Minuten für die gesamte Anlage ein, einschließlich der Kirche, des Friedhofs und der Aussicht.

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Lohnt sich ein Besuch des Beinhauses?

Für den Eintrittspreis von 2 Euro ist es ein kurzer und wirklich ungewöhnlicher Zwischenstopp.

Das Beinhaus besteht aus nur einem kleinen Raum, erwarten Sie also weder ausgedehnte Katakomben wie in Rom noch einen langen Rundgang.

Wenn menschliche Überreste nichts für Sie sind, lohnt es sich zumindest, zur Kirche und zum Friedhof hinaufzugehen. Von den Terrassen aus haben Sie einen Blick auf den Hallstätter See, einen Teil der Altstadt und die umliegenden Berge.

Jüngere Kinder könnten beim Anblick echter menschlicher Schädel Angst bekommen. Der Ort dient auch heute noch als Gedenkstätte.

Ich fand das Beinhaus sowie die Kirche mit ihrem einzigartigen Doppelaltar wirklich interessant, und ich würde sie auf jeden Fall als ersten Anlaufpunkt im Zentrum von Hallstatt wählen. Ein wahrhaft einzigartiger Ort mit einer interessanten Geschichte!

Warum sind die Schädel bemalt?

Auf dem kleinen Friedhof von Hallstatt wurden die Gräber nach 10 bis 15 Jahren wieder geöffnet und die Überreste in das Beinhaus überführt, um Platz für neue Gräber zu schaffen.

Mit der Entfernung des Grabes verschwand auch jede sichtbare Erinnerung an eine bestimmte Person.

Gemälde und Inschriften bewahrten daher die Identität der Verstorbenen. Ein Name, Initialen oder das Sterbedatum identifizierten den Verstorbenen, während Blumen, Kränze, Efeu und Kreuze die Verzierungen des ursprünglichen Grabes ersetzten.

So hatte die Familie im Beinhaus ein bleibendes Andenken an ihren geliebten Menschen, selbst nachdem das Grab wiederverwendet worden war.

Diese Tradition begann in Hallstatt im Jahr 1720. Der jüngste Schädel wurde 1995 auf ausdrücklichen Wunsch der Verstorbenen in das Beinhaus gebracht.

Die katholische Kirche Mariä Himmelfahrt

Direkt neben dem Beinhaus steht die katholische Pfarrkirche, deren heutiges Erscheinungsbild hauptsächlich aus der Spätgotik stammt. Im Inneren ist das große Flügelaltarbild von Leonhard Astl besonders sehenswert.

Der kleinere Marienaltar hat eine interessante Geschichte. Vier seiner Gemälde wurden 1987 gestohlen; nach 30 Jahren konnten sie erfolgreich wiederbeschafft und anschließend nach Hallstatt zurückgebracht werden.

Der Eintritt in die Kirche ist frei. Während der Gottesdienste warten Sie bitte, bis diese beendet sind, bevor Sie das Innere besichtigen.

Der Friedhof und der Blick auf Hallstatt

Der kleine Friedhof liegt auf mehreren Terrassen zwischen der Kirche, der Felswand und dem See. Da es sich um eine aktive Begräbnisstätte handelt, bleiben Sie bitte auf den Wegen und respektieren Sie die Privatsphäre der Anwohner.

Der Aufstieg lohnt sich auch dann, wenn das Beinhaus geschlossen ist. Von der Kirche aus können Sie auf demselben Weg zum Marktplatz zurückkehren oder auf dem oberen Weg über den Aussichtspunkt „Marienruhe“ weitergehen.

Wenn Sie auch den Skywalk oder die Salzwelten besuchen möchten, gehen Sie am Friedhof vorbei auf dem Weg, der oberhalb der Dächer von Hallstatt verläuft. Nach etwa 30 Minuten erreichen Sie die Talstation der Salzbergbahn.

Eintritt in das Beinhaus

  • Erwachsene: 2 Euro
  • Kinder von 6 bis 15 Jahren: 0,50 Euro
  • Katholische Kirche und Friedhof: kostenlos
  • Bezahlung am Beinhaus: nur bar

Öffnungszeiten des Beinhauses

  • November–März: Mittwoch–Sonntag 11:30–15:30 Uhr
  • April: täglich 11.30–15.30 Uhr
  • Mai–September: täglich 10.00–18.00 Uhr
  • Oktober: täglich 10.00–17.00 Uhr

Wie komme ich zum Beinhaus?

Vom Marktplatz aus folgen Sie den Schildern „Beinhaus “ oder „Katholische Kirche“.

Eine überdachte Treppe führt hinauf, alternativ gibt es einen steilen Weg namens Kirchenweg. Die Adresse der Kirche und des Beinhauses lautet Kirchenweg 40.

Vom Hafen im Zentrum aus sind es etwa 7 Minuten zu Fuß; vom Busbahnhof oder Parkplatz P2 aus etwa 15 Minuten und vom Parkplatz P1 aus etwa 20 Minuten.

Der letzte Abschnitt führt bergauf und über Stufen. Der Kirchenweg umgeht die Stufen teilweise, ist aber dennoch recht steil. Wenn Sie einen Kinderwagen schieben oder in Ihrer Mobilität eingeschränkt sind, sollten Sie die Route bitte im Voraus prüfen.

 

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